Bürgermeister Florian A. Mayer und sechzehn Personen

Bei einem Netzwerktreffen erhielten die ukrainischen Flüchtlinge wichtige Informationen

Veröffentlicht am 12. April 2022 Autor: Bericht: Heike Scherer

Die Gemeinde Mering verschenkte Teddybären mit der Aufschrift „Ich bin aus Mering“ an die Kinder. Das Interesse an Deutschkursen und an kostenlosen Sportstunden war groß.

Zu einem Netzwerktreffen unter dem Motto „Information und Begegnung“ hatte die Gemeinde Mering die Gastfamilien mit ukrainischen Flüchtlingen und die Hilfsorganisationen oder Ansprechpartner aus Ämtern eingeladen. Für eine Spieleecke, die Getränkeausgabe, Kaffee und eine riesige Auswahl an Kuchen, die Tischdekoration mit Servietten in den Farben der Ukraine und gelben Gerbera mit blauen Bändern um die Vasen sorgte der katholische Frauenbund. Während die Kinder Spiele ausprobieren oder sich Geschenke aussuchen konnten, erkundigten sich ihre Mütter nach Deutschkursen, Sportstunden oder anderen Angeboten in der Marktgemeinde.

Am 24. März informierte Erster Bürgermeister Florian Mayer in der Gemeinderatssitzung, dass in Mering 45 Personen privat untergebracht seien. Inzwischen sind auch in der Asylunterkunft in der Hörmannsberger weitere Flüchtlinge eingetroffen. Es ist vorgesehen, dass nach und nach alle 160 Plätze für Ukrainer freigemacht werden.

Bürgermeister Florian Mayer stellte sich und Herrn Bernd Bordon als Ansprechpartner in der Gemeinde und Frau Simone Losinger von der Ausländerbehörde beim Landratsamt Aichach-Friedberg vor. Irina Gasi, deren Sohn in Mering lebt, übersetzte ins Ukrainische. „Auch die in Mering vertretenen Kirchen stehen den Geflüchteten hilfreich zur Seite“, sagte er und nannte Pfarrer Florian Markter und Daniel Dambacher vom katholischen Pfarramt St. Michael und Alexandra Leimer von der evangelischen St.-Johanneskirche. Christine Walch vom Caritasverband Diözese Augsburg ist im Papst-Johannes-Haus für die Flüchtlings- und Integrationsberatung zuständig. In der Bürgermeister-Wohlgeschaffen-Str. 10 kann die Asylkoordinatorin der Gemeinde Maureen Lermer wichtige Auskünfte erteilen. Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe kann Jutta Aichmüller vom Familienstützpunkt Süd in Kissing kontaktiert werden. Außerdem waren Ingrid Engstle von der Meringer Tafel und Nathalie Gronau vom Jugendzentrum anwesend. Ein Informationsblatt mit wichtigen Ansprechpartnern, wo sie sich befinden und wie sie erreichbar sind, lag bereits auf den Tischen aus. Es soll jedoch noch um weitere Personen ergänzt werden.

Deutschkurse könnten nach Auskunft von Ingo Reiser bereits ab 9. Mai angeboten werden. Das ehrenamtliche Team setzt sich aus acht Lehrkräften zusammen, die am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils 1,5 Stunden von 9.00 bis 10.30 und von 10.30 bis 12.00 Uhr durchführen könnten. Hierfür ist kein Antrag erforderlich. Anders ist es aber bei Integrationskursen, die Esther Maitz jeden Tag außer Freitag abhält. Sie finden jedoch nicht nur in Mering statt, sondern eventuell auch online in Augsburg oder Mering und es sei mit einer Wartezeit zu rechnen, informierte sie. Über die hohe Nachfrage freue sie sich sehr, die Teilnehmer könnten sogar bis zum Sprachniveau B1 kommen. Eine neu aufgelegte Broschüre der Gemeinde Mering zeige alle Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung auf, informierte Bürgermeister Florian Mayer und erwähnte das Freibad und den Skaterplatz. Er nannte auch den Sportverein Mering, der für die Ukrainer kostenloses Training in Fußball und Handball anbietet und den Turnverein Mering mit vielen Angeboten. Der Besitzer des Langwiedhofs Martin Scherer habe ihm auch die Möglichkeit genannt, dass Familien mit Kindern auf seinem Hof ein paar vergnügliche und unbeschwerte Stunden verbringen könnten. „In der Realschule, dem Gymnasium und den beiden Grundschulen sind schon Willkommensklassen eingerichtet worden. In den Kinderbetreuungseinrichtungen ist es dagegen nicht so einfach, weitere Plätze zur Verfügung zu stellen“, informierte er. Er zeigte den Besuchern einen extra für die kleinsten angefertigten Teddybär mit einem weißen T-Shirt und der Aufschrift „Ich bin aus Mering“, den er im Anschluss selbst verteilte.

Um für die Kinder Spiele kaufen zu können, hatten die beiden Schüler Emilia und Leo aus der Realschule Mering einen Spendenbasar mit vielen Bastelarbeiten organisiert, die sie zwischen den Faschings- und den Osterferien angefertigt hatten. Spiele für verschiedenen Altersgruppen mit englischen und ukrainischen Anleitungen, aber auch Bildwörterbücher hatten sie für das eingenommene Geld besorgt und überreichten sie an der Spieleecke. Dort gab es auch Kuscheltiere, Buntstifte, Bälle und Rucksäcke, die die Gemeinde und die Raiffeisenbank Kissing-Mering gespendet hatten.

 

Informationsstellen:

Markt Mering Einwohnermeldeamt 08233/3801-34/-35, ewo@mering.bayern.de
Simone Losinger Sachgebietsleitung Ausländer- und Personenstandswesen, Landratsamt Aichach-Friedberg, 08251/92-216, simone.losinger@lra-aic-fdb.de
Katholisches Pfarramt St. Michael, 08233Z74250, pfarramt@mitten-in-mering.de
Christine Walch, Flüchtlings- und Integrationsberatung, Caritasverband Diözese Augsburg e. V., Papst-Johannes-Haus, Meringerzeller Str. 2, 0171-8355568, c.walch@caritas-augsburg.de
Maureen Lermer, Asylkoordinatorin der Gemeinde Mering, Bgm.-Wohlgeschaffen-Str. 10, 0171/1851590
Jutta Aichmüller, Familienstützpunkt Süd, Nelkenstr. 18, 86438 Kissing 08233/795177, familienstuetzpunkt-sued@kjf-kjh.de
Meringer Tafel und Kleiderladen Mering, Ingrid Engstle, Zettlerstr. 36, 08233/92985

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